OrchesterKonzert

Mozart plus
Freitag, 9. März 2018 | 19.30 Uhr | Kongregationssaal

Münchener Kammerorchester

Clemens Schuldt, Leitung
Augustin Hadelich, Violine

18.45 Uhr Konzerteinführung im Theaterfoyer

Programm

W. A. Mozart, Symphonie Nr. 34 KV 338

Thomas Adès, Violinkonzert „Concentric Paths“

Per Nørgård, Voyage into the golden screen

W. A. Mozart, Symphonie Nr. 39 KV 543

Das Orchesterkonzert mit dem Münchener Kammerorchester unter seinem Chefdirigenten Clemens Schuldt bildet den Auftakt des Festivalwochenendes. Mit Augustin Hadelich als Solisten des Violinkonzertes „Concentric Paths“ des britischen Komponisten Thomas Adès (*1971) steht dem MKO einer der großen, jungen Geigenvirtuosen der Gegenwart zur Seite. Der Grammy-Preisträger Augustin Hadelich hat mit allen großen amerikanischen Orchestern gespielt und gilt in den USA als einer der kommenden Superstars der Geige. Doch auch dem deutschen Konzertpublikumist der in New York lebende Sohn deutscher Eltern durch diverse Konzerte wohl vertraut. Sein substanzieller Ton und seine ungeheure Klangfantasie (Stuttgarter Nachrichten) machen sein Spiel selbst bei schwierigster Geigenliteratur ungeheuer expressiv. Die Kritiker überschlagen sich vor Lobeshymnen. Die Washington Post attestierte unlängst: „die Essenz von Hadelichs Spiel ist Schönheit“. Wie viel Disziplin und musikalisches Talent von Nöten sind, diese Schönheit hervorzubringen, wird dem Zuhörer bei der Leichtigkeit des Tons oftmals nicht bewusst.Mit dem Werk„Voyage into the golden screen“ erklingt als zweites Musikstück des 20.Jahrhundertsein Schlüsselwerk des dänischen Komponisten und Träger des Ernst-von-Siemens-Musikpreises von 2016, Per Nørgård (*1932), das vom gleichnamigen Song des britischen Singer-Songwriters Donovan inspiriert ist.Den Rahmen des Konzertesbilden wiederum zwei Symphonien von W.A. Mozart: die betont festliche Nr.34 in C-Dur, die letzte aus der Salzburger Zeit des Komponisten und die verklärt in Es-Dur leuchtende Symphonie Nr.39, die erste aus der berühmtem Trias vom Sommer 1788.

Konzerteinführung

18:45 Konzerteinführung im Theaterfoyer – Dr. Florian Hauser (Schweizer Radio SRF 2 Kultur)

Florian Hauser ist Musikredakteur bei Schweizer Radio SRF2 Kultur. Arbeitsschwerpunkte sind die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, aktuelle Kulturberichte, Portraitsendungen, epochen- und spartenübergreifende Features sowie Live-Moderationen. Wurzeln in München, Studium der Kulturwissenschaften in Norddeutschland, Promotion in Salzburg, langjährige Mitarbeit beim Bayerischen Rundfunk.

Anreise

Weitere Informationen zu Unterkünften und Sehenswürdigkeiten erhalten Sie beim Amt für Kultur und Tourismus  (Tourist-Information):

Stadt Neuburg an der Donau
Amt für Kultur und Tourismus
Ottheinrichplatz A 118
86633 Neuburg an der Donau

Telefon 08431 55-241
E-Mail: tourist@neuburg-donau.de

Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag: 9 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr
Freitag: 9 bis 13 Uhr

 


 

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Clemens Schuldt

Bis vor einigen Jahren selbst leidenschaftlicher Kammermusiker wurde Clemens Schuldt seit Beginn seiner Dirigierlaufbahn von vielen international renommierten Kammerorchestern eingeladen, u.a. Scottish Chamber Orchestra, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Orchester de Chambre de Lausanne, Lapland Chamber Orchestra, HongKong Sinfonietta.

Schuldt studierte an der Musikhochschule Düsseldorf und spielte als Geiger in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und im Kölner Gürzenich-Orchester. Sein Dirigierstudium absolvierte er bei Rüdiger Bohn in Düsseldorf, bei Mark Stringer in Wien sowie bei Nicolás Pasquet in Weimar. 2010 ging er als Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs in London hervor. Clemens Schuldt war ein Jahr lang Assistent Conductor des London Symphony Orchestra. Dort arbeitete er mit Dirigenten wie Colin Davis, Simon Rattle und Valery Gergiev zusammen.

Clemens Schuldt dirigierte bislang unter anderen das Philharmonia Orchestra, die Bamberger Symphoniker, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart oder das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. In Gelsenkirchen, Mainz, Osnabrück und Innsbruck hat er Opernproduktionen geleitet.

Seit der Saison 16/17 ist der 1982 geborene Bremer Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters.

Augustin Hadelich

Augustin Hadelich, „der Mann mit dem vielleicht schönsten Geigenton“ (Fono Forum) ist einer der großen Geiger seiner Generation, international für seinen „prächtigen Ton“ (New York Times), seine „poetische Tonsprache“ (Washington Post) und seine „flinke Brillanz“ (The New Yorker) gelobt. Als neugieriger Teenager hat Augustin Hadelich Europa einst verlassen, um an der Juilliard School in New York zu studieren. Nun ist der in der Toskana aufgewachsene Sohn deutscher Eltern dabei, Europa als gereifter Künstler zu erstürmen. Mit seiner stupenden Technik, seinem geschmeidigen Ton und seiner musikalischen Spontaneität ist Hadelich in Amerika, wo er lebt, längst ein gefeierter Geiger, der mit allen wichtigen Orchestern auftritt. Jüngster Höhepunkt einer Vielzahl von Preisen ist 2016 ein Grammy für seine Aufnahme von Henri Dutilleux‘ Violinkonzert mit dem Seattle Symphony Orchestra. Er spielt auf der Stradivari „Ex-Kiesewetter” von 1723.

Münchener Kammerorchester

Anspruchsvolle Programme, die Werke früherer Jahrhunderte assoziativ und spannungsreich mit Musik der Gegenwart konfrontieren, prägen das Profil des Münchener Kammerorchesters. Ästhetisch vorurteilsfrei und experimentierlustig setzen das Orchester und sein Chefdirigent Clemens Schuldt dabei auf die Erlebnisqualität und kommunikative Intensität zeitgenössischer Musik. Die künstlerische Planung obliegt einem Künstlerischen Gremium, dem neben dem Chefdirigenten zwei Orchestermusiker sowie Geschäftsführung und Dramaturgie angehören. Nachdem in den vergangenen Spielzeiten Begriffe wir Ostwärts, Drama, Kindheit, Isolation und zuletzt Reformation die dramaturgische Konzeption der Abonnementkonzerte des MKO leiteten, widmet sich die Saison 2017/18 unterschiedlichen Facetten des Themas Wandern.
Mehr als 80 Werke hat das Kammerorchester in den letzten beiden Jahrzehnten uraufgeführt. Komponisten wie Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm, Tan Dun, Chaya Czernowin, Georg Friedrich Haas, Pascal Dusapin, Salvatore Sciarrino und Jörg Widmann haben für das MKO geschrieben. Es wurden Aufträge u.a. an Beat Furrer, Erkk-Sven Tüür, Thomas Larcher, Milica Djordjević, Clara Iannotta, Samir Odeh-Tamimi, Mark Andre, Peter Ruzicka, Márton Illés, Miroslav Srnka und Tigran Mansurian vergeben.
Den Kern des Ensembles bilden die 28 fest angestellten Streicher. Im Zusammenwirken mit einem Stamm erstklassiger Solobläser aus europäischen Spitzenorchestern profiliert sich das MKO als schlank besetztes Sinfonieorchester, das auch in Hauptwerken Beethovens, Schuberts oder Schumanns interpretatorische Maßstäbe setzen kann. Wichtiger Bestandteil der Abonnementreihe wie auch der Gastspiele des Orchesters sind Konzerte unter Leitung eines der beiden Konzertmeister. Die Verantwortungsbereitschaft und das bedingungslose Engagement jedes einzelnen Musikers teilen sich an solchen Abenden mitunter besonders intensiv mit.

1950 von Christoph Stepp gegründet, wurde das Münchener Kammerorchester von 1956 an über fast vier Jahrzehnte von Hans Stadlmair geprägt. Der Ära unter Christoph Poppen (1995–2006) folgten zehn Jahre mit Alexander Liebreich als Künstlerischem Leiter des MKO. Das Orchester wird von der Stadt München und dem Land Bayern mit öffentlichen Zuschüssen gefördert. Seit der Saison 2006/07 ist die European Computer Telecoms AG (ECT) offizieller Hauptsponsor des MKO.
Rund sechzig Konzerte pro Jahr führen das Orchester auf wichtige Konzertpodien in aller Welt. In den vergangenen Spielzeiten standen u.a. Tourneen nach Asien, Spanien, Skandinavien, Russland und Südamerika auf dem Plan. Mehrere Gastspielreisen unternahm das MKO in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, darunter die aufsehenerregende Akademie im Herbst 2012 in Nordkorea, bei der das Orchester die Gelegenheit hatte mit nordkoreanischen Musikstudenten zu arbeiten. Im Januar 2018 wird das MKO ebenfalls mit Unterstützung des Goethe-Instituts als „Orchestra in Residence“ beim 12. Internationalen Musikfestival in Cartagena/ Kolumbien zu erleben sein.
Bei ECM Records sind Aufnahmen des Orchesters mit Werken von Karl Amadeus Hartmann, Sofia Gubaidulina, Giacinto Scelsi, Thomas Larcher, Valentin Silvestrov, Isang Yun und Joseph Haydn, Toshio Hosokawa und zuletzt Tigran Mansurian erschienen. Eine Reihe von Einspielungen mit dem MKO wurden zudem bei Sony Classical veröffentlicht, so Rossini-Ouvertüren, Mendelssohns ›Sommernachtstraum‹ und 4. Symphonie sowie das Requiem von Mozart, außerdem Aufnahmen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, mit der Flötistin Magali Mosnier und dem Oboisten François Leleux.

Kongregationssaal

In diesem Barockbau – einem ehemaligen Jesuitengymnasium – mit seinen beeindruckenden Stuckdecken und Gemälden finden Sie ein kultiviertes Ambiente vor, wie Sie es kaum woanders antreffen werden. Bis zu 330 Personen haben hier Platz.

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