Liebe Freunde von NEUBURGMUSIK,

Neuburg ist über 3000 Jahre alt, damals gab es schon Höhlenbewohner in der Gegend, Tatsache. Keramik wurde gefunden, also Scherben von Keramikware: aus der Hallstattzeit – das ist so 2500 Jahre her. Später die Römer haben hier ein Kastell gebaut, was sage ich: Kastelle haben sie gebaut, zwei Militärlager, um die Provinz Raetien zu sichern. Dann die Germanen fielen von Norden herein und bauten ihrerseits ein Kastell aus Stein: stellten es dreist auf das römische drauf, Sie sehen, man hat sich in der damaligen Zeit wenig um alte Baudenkmäler gekümmert.

Neuburg war Bischofssitz unter Simpert von Augsburg, so hieß der Bischof, da war’s katholisch, später evangelisch, danach bald wieder katholisch, und jedesmal wurden bestimmt die jeweiligen Herren gemordet, gemeuchelt und gehängt.

Neuburg war Kurpfalz, aber nur für ein Jahr, denn Karl III. Philipp wollte lieber in Heidelberg residieren, schade eigentlich. Aus dem Geschichtsbuch: „Nachdem die Linie Pfalz-Neuburg 1742 ausgestorben war, trat die Linie Pfalz-Sulzbach die Erbfolge in der Kurpfalz und in Pfalz-Neuburg an. 1777 erbte die Linie Pfalz-Sulzbach Bayern, das Fürstentum Neuburg wurde 1808 aufgehoben und in den Altmühlkreis eingegliedert.“ So, jetzt wissen wir’s.

Also lassen wir jetzt die Geschichte, es ist Interessanteres los in Neuburg: Ein Mann mit schwarzer Mütze wollte ein Fahrrad entwenden, es blieb aber beim Wollen, er wurde an der Tat gehindert. Außerdem wurde eine Frau aus dem Lkrs Roth leicht verletzt, als jemand mit dem Auto rückwärts in ein Grundstück einfahren wollte – Nein! das wollen Sie alles gar nicht wissen, denn wichtig ist das neue Musikfestival, Sehen Sie, jetzt bin ich endlich in medias res angelangt, darum geht’s hier nämlich.

Wollen Sie übrigens paar Sehenswürdigkeiten kennenlernen? Also da wären zu nennen die Hofkirche, die Studienkirche. die Stadtpfarrkirche St.Peter, das Schloss natürlich, außerdem Rathaus, Marstall, Bibliothek: wandern Sie nur die Amalienstraße längs, und Sie werden wunderschöne Bauten erblicken, oder schauen Sie sich am Karlsplatz um, ich muss doch nicht alles aufzählen! wo es hier doch um das Musikfestival geht, denn das findet demnächst statt.

Darüber, und nur darüber berichte ich das nächste Mal, und wenn Sie mögen, noch ein paar Male öfter.

Das war Bernhard Jestl